Dienstag, 28. August 2007

Computer führen ein Eigenleben

...da bin ich mir sicher.
Gibt es sowas? Man hat einen PC vor sich, installiert ein paar kleine harmlose Programme und schon kommen die ersten Macken. Aus ein paar Minuten Arbeit, die an jedem anderen PC der Welt dazu benötigt würden, werden hier nervenzerfetzende Stunden. Hass auf den ersten Blick und das sicher gegenseitig. Ich bin mir sicher, das Ding hasst mich genauso wie ich es!
Nicht mein PC, nein - der meiner Mutter. Aber ich muss mich nun ab und zu mal drum kümmern, hilft ja nix. Dauernd die Anrufe: "Warum druckt der nicht?" "Was hab ich denn wieder falsch gemacht?" Dabei kann sie nichtmal was dafür - die Blechkiste ist eben ein Fall für den Schrotthändler - oh wie gern würd ich den gaanz großen Hammer nehmen. Aber das geht ja leider nicht.

Letztes Wochenende dann die große Aktion. Mama hat jetzt DSL. 6000er! Naaain, bin nicht neidisch - überhaupt nicht.
Tja, da muss was getan werden. Das vorhandene Win98SE vom Rechner runter und wenigstens ein (auch schon veraltetes) 2000 drauf (von XP geht die Kiste sicher endgültig in die Knie). Aber die Daten? Die müssen gerettet werden, klar.
Hmm, klar, externe USB-Festplatte dran und runter mit den 4 GB Daten, no Prob.
Kein Problem?? Nicht mit der Kiste. Was? Wie? USB? Will ich nicht!..... Mistding.
Hmm, einen Stick hab ich noch, der war schon mal dran, der geht sicher - ein 512MB-Stick - wohlgemerkt. Nur dass das Runterziehen Stunden dauert, da der PC wieder mal keine Lust hat.
Hmm, DVD brennen? Warum kommen wir da nicht eher drauf? No Prob!
Kein Problem?? Nicht mit der Kiste. Was? Wie? DVD-Brennen? Will ich nicht. M.....
Tja, dann haben wir nach Stunden der Mühe die Kiste auseinander gebaut, ne alte (defekte) Festplatte rein und die Daten rübergezogen. Bei der Gelegenheit festgestellt, dass nur ein RAM-Speicher drin war und 128 MB RAM sind schon ein wenig wenig. Die Mühle KONNTE gar nicht, wie wir immer wollten. Na gut, aus alten PCs Speicher ausgebaut - sowas hat man immer rumstehen - ihr auch? Hihi. Nach erfolgreicher Transplantation Festplatte genüsslich gekillt, 2000er Windows aufgedudelt und Netzwerk installiert. Dabei allerdinges noch ne andere Grafikkarte verbaut (mein Mann hat schweren Herzens auf seine gute alte Geforce verzichtet - danke Schatz!), weil die Klapperkiste ihre alte Matrox nicht mehr wiedererkennen wollte.
Der Rest hat fast auf Anhieb geklappt, nur das 6000er DSL erscheint mir recht langsam. Das muss noch geklärt werden. Vielleicht ist durch die "Gehirnwäsche" der Spuk ja vorbei? Schön wäre es ja.

So bis dann...

Kommentare:

Cathy hat gesagt…

Hach wie mir so einiges bekannt vor kommt. Nur wage ich es mir nicht, den Pc zu öffnen und zu all dem noch sein Innenleben zu studieren.... Der würde mir nen Stromschlaf verpassen, auch wenn alles ausgesteckt wäre, den ich nie mehr vergessen würde, nach all dem was ich mit meinem PC schon angestellt hatte.

Hmm ich hab doch niemandem einen Rüffel erteilt... nur finde ich es einfach sehr schade, Blogs zu eröffnen und dann quassi nie zu schreiben.

Axel hat gesagt…

Irgendwie erinnert mich das an den PC meiner Schwester. Der ist auch nicht mehr soo neu und verursacht immer Probleme. Tja und wenn man sich dann immer einen guten Ruf in der Verwandschaft macht, man wisse ja Bescheid, hat man irgendwann den Salat.
Wenn das Telefon unten bimmelt, jemand dann die Treppe hochkommt, weiß ich sofort, Schwesterlein hat mal wieder ein PC Problem. :-)

Ja, die selbe Prozedur, wie jedes Jahr ... Meine Schwester flucht, der PC streikt, ich versteh das Problem nicht und fluche dann auch. Aber dann ist es wieder nur der berühmte vergessene Klick und alle sind wieder zufrieden. *g*

Ansonsten ... die Hardwaremauschelei in der Verwandschaft ist mir bestens bekannt. Mein Uralt-PC im Keller, welcher nur noch als Datenträger dient ... ich weiß schon gar nicht mehr ob der nun meinem Cousin oder mir gehört?!

Auch ich spreche hin und wieder mit meinem PC, was manchmal was bringt. Entweder dieser imitierte Klicklaut oder halt dies "Haaaach" (verbunden mit Määänsch bzw. menno)
Mir sagte mal jemand, man muß nur mehrmals richtig fluchen, dann klappt alles wieder.

In diesem Sinne ... auf unsere vor us aufgbauten Zeitgenossen.

So bis dahin ...

Astrid hat gesagt…

Soviel wie ich geflucht habe, Axel, das gibts gar nicht. Die Kiste hätte glänzen müssen. Ich war schon mehrfach versucht, das Ding aus dem 6. Stock zu werfen, gleich mitsamt dem grauseligen Drucker! Sowas kommt davon, wenn man nicht beteiligt wird am Computerkauf. Erst selber kaufen und von nix ne Ahnung haben und dann darf es die Tochter ausbaden! *grummel*

Naja, mal sehen, ob der Spuk nun wirklich vorbei ist. ;-)

Aber gut zu sehen, dass man nicht allein ist mit solchen Problemen *gg*

Thorsten Rotering hat gesagt…

Dass unter Win98 die Festplatte ohne Zutun nicht einfach so funktioniert, war ja klar. Das Betriebssystem unterstützt überhaupt noch kein USB Plug&Play. Win98SE war das erste MS Betriebssystem, was überhaupt eine USB Schnittstelle unterstützt hat. Trotzdem musste noch für jedes Gerät ein eigener USB-Treiber installiert werden.

Astrid hat gesagt…

Nene, Thoro. Ich hatte ja die Treiber für die USB-Festplatte dabei, aber der bl**e PC wollte sie nicht erkennen. Er hatte als einziges meinen alten USB-Stick erkannt und was anderes wollte er nicht mehr, keine USB-Sticks, keine USB-Festplatte. Hab alles versucht, es klappte nicht.
Ist aber nun glücklicherweise Schnne von gestern - jetzt ist Win2000 angesagt! :-D